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Ist es uns Menschen egal geworden, wie es anderen geht? Hauptsache, mir geht es gut? Uns sind deshalb die Menschen, die in deinen Augen anders sind und keinen guten Eindruck in deinem Umfeld hinterlassen würden, weniger wert? Ich behaupte, dass der Mensch heute fremdbestimmt ist und ständig versucht, sich sein Leben nach den äußeren Reizen zu gestalten, egal ob es wirklich zu ihm passt oder nicht. Bin ich zu vermessen? Ich glaube nicht.

Ich behaupte weiter, dass der Versuch, du selbst zu sein, eher auf Ablehnung stößt. Dein Versuch, dein Anderssein als Vorteil anzuerkennen und einzusetzen, um damit Neues zu kreieren, scheitert dann, wenn du dich anpassen willst. Dadurch, dass wir uns anpassen, verlieren wir unsere eigene spezielle kreative Fähigkeit, die uns in unserem Leben nach vorn bringen kann. Anpassung heißt, in Schubladen zu denken.

Ist es denn heutzutage nicht so, dass grundsätzlich mehr Kreativität und Innovationskraft benötigt wird? Woher sollen Kreativität und Innovation kommen, wenn das Anderssein verurteilt wird? Wie soll Neues entstehen, wenn das Anderssein auf Ablehnung oder sogar Hass stößt?

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